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Hypnose detailliert erklärt

Hypnose und das Unterbewusstsein

Was ist Hypnose?

(Für einmal ausführlich erklärt)

Tatsächlich ist die Hypnose nicht als einheitliche Technik zu sehen, sondern vielmehr als eine Sammlung aus verschiedenen Techniken und Vorgehensweisen, die alle das Ziel haben, eine Trance zu erzeugen, mit deren Hilfe sich im Hypnotisanden (also demjenigen der hypnotisiert wird) einen bestimmten Effekt zu erzeugen.


Verschiedene Techniken deshalb, weil auch nicht jede Trance die selbe ist. Ebenso wie die verschiedenen Hypnose-Techniken sich unterscheiden, unterscheiden sich auch die durch sie erreichbaren Trancezustände. Und diese Unterscheidung ist nicht nur in leichte, mittlere und tiefe Trance zu unterteilen, sondern kann auch nochmals in bspw. Entspannungstrance, Interaktive Trance (mit Bildwahrnehmung), Aktivitätsgesteigerte Trance (Zustände erhöhter Energie) oder Spirituell geprägte Trance (z.B. mit Erinnerungen an frühere Leben) untergliedert werden.

Alle diese Trancezustände gehören zur Hypnose. Aber sie sind so unterschiedlich, dass es kaum möglich ist, sie sinnvoll in eine kurze Definition zusammenzufassen, sodass ein Laie verstehen würde, was genau damit nun gemeint wäre.

Eine große Zahl von Hypnose-Anwendungen bietet Zugang zu den Unterschiedlichsten Funktionen des menschlichen Nervensystems und auch diese Tatsache lässt vermuten, dass hinter der Hypnose mehr steckt als ein einfacher, immer gleichartiger Dämmerzustand, in dem dem Klienten etwas "eingeflüstert" werden kann, was nicht real ist. 

Im Gegenteil: Die Wirkung der Hypnose ist sogar sehr real, bei manchen Anwendungen wie bspw. einer erfolgreichen Behandlung von Neurodermitis sogar ganz offen am Körper sichtbar. Es handelt sich bei der Wirkung der Hypnose also nicht um Einbildung sondern um harte medizinisch nachweisbare Fakten. Und doch kommt man schnell auf den Gedanken, dass es sich bei der Hypnose nicht immer um ein und das selbe handeln kann, denn der Unterschied zwischen einer psychischen Problematik wie beispielsweise einer Angststörung und einer körperlichen Anwendung wie der Schmerzabschaltung beim Zahnarzt ist eigentlich zu deutlich als dass beides einfach so über genau die selben Kanäle abgewickelt werden könnte. Schließlich handelt es sich dabei um völlig unterschiedliche Reaktionen im Inneren und in den beiden Fällen sind auch unterschiedliche Gehirnbereiche betroffen, die es anzusprechen gilt. Das gibt uns schon einen Hinweis, dass die Hypnose zwar ein Zugang ist, dass aber das, was sie auslöst sehr unterschiedlich sein kann.

Um der Hypnose auf die Spur zu kommen sollte man zuerst einmal die Arbeitsweise des Gehirns als Gnazes betrachten. Das Gehirn ist kein einheitliches System, das immer gleichermaßen arbeitet. Es besteht aus einer ganzen Reihe einzelner Zentren, die allesamt für unterschiedliche Aufgaben zuständig sind. Es gibt Gehirnareale, die für die Steuerung der Motorik verantwortlich sind ebenso wie Regionen, die die optische oder akustische Wahrnehmung kontrollieren, die Sprache oder die vegetativen Funktionen des Körpers. Alle diese Zentren arbeiten für sich allein und doch im Team zusammen. Sie sind untereinander vernetzt und können miteinander kommunizieren. Wie ein Team, das aus verschiedenen Spezialisten für verschiedene Aufgaben besteht, setzen sich die einzelnen Bereiche des Gehirns zu einem großen Gesamten zusammen. Dabei können einzelne Bereiche einmal mehr und einmal weniger aktiv sein - ganz davon abhängig, welche Funktionen im Moment gerade benötigt werden. Liegt der Mensch bspw. entspannt auf dem Sofa und hält ein Mittagsschläfchen, liegt es auf der Hand, dass das Motorik-Zentrum, das sich ansonsten um die Koordination seiner Bewegungen kümmert keine größeren Aufgaben zu erfüllen hat und deshalb weitestgehend inaktiv ist. Steht er allerdings wieder auf und beschließt, einen Nachmittagsspaziergang zu machen, muss das Motorik-Zentrum aktiv werden, damit er sich überhaupt vom Sofa erheben kann. Ebenso verhält es sich bei Gehirnzentren, die auf bestimmte geistige Aufgaben spezialisiert sind. Der Bereich im Gehirn, der für das Lösen mathematischer Aufgaben zuständig ist wird eben besonders dann aktiv, wenn der Mensch sich mit logischen Überlegungen beschäftigt. Das Sprachzetrum arbeitet vor allem dann, wenn er spricht und das Gehörzentrum kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn er Geräusche wahrnimmt und diese einordnen möchte. Jedes Areal wird vor allem dann aktiv, wenn eine Aufgabe oder Tätigkeit vorliegt, die seinem Spezialgebiet entspricht.

Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass in diese Beschreibungen immer wieder mit "vor allem wenn" oder ähnlichen Einschränkungen versehen sind. Das kommt daher, dass die einzelnen Zentren nicht nur dann aktiv sind, wenn der Mensch sich konkret mit einer bestimmten Aufgabe beschäftigt. Sie können auch dann aktiv werden, wenn er nur über eine bestimmte Tätigkeit nachdenkt. Wenn er sie sich nur vorstellt. Und damit kommen wir dem Wesen der Hypnose schon deutlich besser auf die Spur. In der Hypnose werden Gehirnaktivitäten stimuliert und "Programme gestartet", die in diesem Moment eigentlich nicht von selbst vorkämen. Interessant ist es, die Auswirkungen der Hypnose auf einem EEG (Messgerät für die Gehirnaktivitäten) zu beobachten. Hier kann man erkennen, dass verschiedene Hypnose-Anwendungen tatsächlich vollkommen unterschiedliche Auswirkungen auf die Gehirnaktivitäten haben. Im Zustand der hypnotischen Trance lassen sich also förmlich auf virtuelle Weise tatsächliche Veränderungsprozesse auslösen, da er den Realitätsbezug der einzelnen Zentren verändert und einen tatsächlichen Zugriff auf tiefliegende Funktionen und Abläufe erlaubt, die fast nur unter diesen speziellen Bedingungen erreichbar sind. Man könnte sagen, die Hypnose erzeugt einen "Wartungs-Zustand" im Gerhirn, der weit mehr ermöglicht als das Erzeugen von Illussionen, wie es bspw. in der Show-Hypnose üblich ist.

Über das Sprachzentrum (denn die Hypnose findet ja zumeist in Form des gesprochenen Wortes statt) werden gezielt die Bereiche angsprochen und stimuliert, in denen eine Veränderung erwünscht ist. 

Man kann die Hypnose noch besser verstehen, wenn man Techniken wie die AVS-Therapie betrachtet. Hier werden verschiedene Gehirnareale gezielt mittels psychoaktiver Frequenzen stimuliert und dadurch eine Veränderung in der Funktionsweise des Gehirns erreicht. Was die AVS-Therapie durch Frequenzen erreicht, schafft die Hypnose durch Sprache und Vorstellungskraft. Sie geht allerdings noch ein gutes Stück weiter, da sie sich nicht nur auf Zustände und Gefühle bezieht sondern auch komplexe Abläufe mit einbeziehen kann.

Nach erreichen der Trance ist das Gehirn in einem unkritischen Zustand, in dem es gesprochene Worte in Vorstellungen umwandelt und diese als real akzeptiert. Suggeriert der Hypnotiseur dem Klienten bspw. die Vorstellung, er würde gerade Klavier spielen, akzeptiert das Gehirn diese Vorstellung zu einem gewissen Grad als real und aktiviert die Zentren, die für das Klavierspielen benötigt werden. Tritt nun während dieses Vorstellungsprozesses eine neue Erfahrung ein (z.B. indem der Hypnotiseur eine Vorstellung davon erzeugt, wie der Klient ein besonders schwieriges Stück, das er zuvor nur mit viel Lampenfieber aufgrund der Angst, er könne sich verspielen vortragen konnte vollkommen entspannt und fließend spielt), nimmt das Gehirn dieses Erlebnis als real an und speichert es als Erfahrung. Kommt es nun im Anschluss wieder zu einer vergleichbaren Situation, in der der Klient dieses Stück vor Publikum vortragen möchte, erinnert sich das Gehirn an die erfolgreiche Ausführung dieser Aufgabe im virtuellen Umfeld der Hypnose und nutzt diese Erfahrung, um in der realen Situation ein besseres Ergebnis zu erzielen.

Das ist natürlich nur ein Beispiel von vielen für eine Anwendungsmöglichkeit der Hypnose. Beim Klavierspielen werden andere Gehirnzentren beansprucht wie beim Lösen von Mathematikaufgaben oder beim ausführen von sportlichen Geschicklichkeitsübungen. Die Hypnose passt die jeweils aktiven Funktionen also an das entsprechende Thema an. Einige Experten sind der Meinung, dass man mit der Hypnose im Prinzip alle Funktionen des Nervensystems ansprechen und beeinflussen kann. Sicher gibt es hier bestimmte Einschränkungen, denn der menschliche Körper hat einige Sicherheitssysteme, die dafür sorgen, dass man gerade an lebenswichtigen Funktionen wie beispielsweise dem Herzschlag nicht einfach so "herumpfuschen" und damit vielleicht sogar die Gesamtfunktion des Organismus gefährden kann, aber trotzdem kann man mit Hilfe von Hypnose auch zum Beispiel eine Verlangsamung des Puls trainieren, wenn das aus medizinischer Sicht sinnvoll erscheint.


Das Unterbewusstsein - unendliche Weiten

Im Zusammenhang mit Hypnose wird immer wieder das Unterbewusstsein erwähnt, und wie wichtig es ist, mit dem Unterbewusstsein in Kontakt zu treten, um eine bestimmte Veränderung möglich zu machen.

Doch was genau ist eigentlich das Unterbewusstsein und welches Verhältnis hat es zu unserem Bewusstsein? Ist es wirklich so wichtig und so mächtig, wie immer behauptet wird oder ist es vielleicht hoffnungslos überbewertet? Sollte man sich wirklich einmal damit beschäftigen oder kann man es eigentlich getrost vernachlässigen?

Um das Unterbewusstsein besser einschätzen zu können, sollte man zuerst einmal über die Relationen in unserem Inneren nachdenken und welche Dimensionen was in uns ein nimmt.

Das Gehirn verarbeitet in der Sekunde Vierhundert Milliarden Bit an Informationen. Das ist eine Vier mit elf Nullen!

Spannend ist nun der Anteil, den unser Bewusstsein davon einnimmt: 2000 Bit. Das sind 0,00000005 % vom Gesamten.

Diese Zahlen sind schon so weit weg von unserem Alltag und unseren regulären Vorstellungswelten, das wir sie einmal in bildhafte Darstellungen übersetzen sollten, um sie ein wenig plastischer werden zu lassen: Wenn das Unterbewusstsein ein Turm mit einer Höhe von zweitausend Kilometern wäre, dann wäre unser Bewusstsein ein kleines blinkendes Lichtchen von einem Zentimeter Höhe.

Einprägsam ist auch der Vergleich von 20 Tonnen zu einem Gramm. Das ist tatsächlich ziemlich genau die Relation von einem ausgewachsenen Elefanten zu einer (zugegebenermaßen wohl genährten) Fliege. Und die Fliege, die hin und wieder auf dem Kopf des Elefanten sitzt (denn auch unser Bewusstsein ist ja nicht immer präsent) soll nun wissen, was alles in seinem inneren vorgeht und alles Steuern können, ja ihren Willen sogar im Zweifel gegen die Interessen des Elefanten durchsetzen?

Bemerken Sie, wie vergleichsweise verschwindend gering das, was wir über uns selbst und die Vorgänge in unserem eigenen Gehirn wissen in der Relation zu dem, was wirklich darin abläuft ist? Okay, in diesen Verarbeituhngsprozessen sind natürlich auch Dinge enthalten, die uns im Zweifel gar nicht näher interessieren. Körperliche Abläufe in Bezug auf den Stoffwechsel, den Kreislauf oder sonstige Lebenserhaltende Systeme, die einfach "laufen müssen", die sich unglaublich oft wiederholen und für das Gehirn Routine sind. Ziehen wir also ruhig die Hälfte der verarbeiteten Daten einmal ab und gehen davon aus, dass sie uns eh nicht weiter interessieren, dann haben wir immer noch einen tausend Kilometer hohen Turm im Verhältnis zu einem einen Zentimeter hohen Lichtlein.

Diese Überlegungen werfen ein völlig neues Licht auf das Selbstverständnis des Menschen. Viele Menschen sagen von sich, sie seien "Kopf-Typen", die alles im Bewusstsein regeln, "Fakten-orientiert" und sie haben ihr Inneres bestens unter Kontrolle... Irrtum, denn wir können mit unserem Bewusstsein höchstens einen Impuls setzen, unserer inneren Welt einen Vorschlag machen, wie sie sich in dieser oder jener Situation verhalten soll. Aber unser Bewusstsein wird gespeist von diesen Inneren Kräften und im Zweifel kann es nur das tun, was ihm das Unterbewusstsein erlaubt und kann nur mit den Informationen arbeiten, die ihm von innen heraus zur Verfügung gestellt werden. Also macht ihr inneres Sie nur glauben, sie seien so bewusste Kopf-Typen, in Wirklichkeit wissen sie aber noch viel weniger als "Bauch-Typen", die auf ihre Gefühle hören, denn ihnen ist zumeist gar nicht die Bedeutung ihres Inneren bewusst, wobei viele Bauch-Typen sie wenigstens erahnen.

Hypnose und Unterbewusstsein

Die Hypnose ist nun die Wissenschaft davon, wie man einen besseren Zugriff auf dieses gigantische innere System bekommen kann. Nicht mehr und nicht weniger. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie die inneren Abläufe wirklich funktionieren und wie man dem Inneren einen Vorschlag (oder auch eine Suggestion) am besten unterbreitet, dass dieser auch angenommen werden.

Im Grunde ist das Thema Hypnose also ein Thema, das jeden Menschen interessieren sollte, denn letztenendes ist jeder Mensch mit einem Unterbewusstsein ausgestattet und die Hypnose eröffnet ihm die Möglichkeit, aktiver auf sein Inneres einzugehen und

Philosphie in Sachen Unterbewusstsein

Eine spannende Frage ist, wie abhängig der Mensch überhaupt von seinem Bewusstsein ist und wie mächtig das Unterbewusstsein tatsächlich sein kann. In einer Studie wurde mit Hilfe von EEG-Messungen festgestellt, dass viele Autofahrer während längerer Autobahnfahrten in eine Trance gehen und sich ihr Bewusstsein über längere Zeiträume komplett abschaltet. Sie "funktionieren" dabei tadellos weiter, das heißt, sie steuern ihr Fahrzeug ordnungsgemäß und sicher und sind auch in der Lage, auf Gefahrensituationen korrekt zu reagieren. Ihr Gehirn speichert die Daten von der Fahrt auch wie einen Videofilm und wenn sie sich danach erinnern wollen, können sie das auch zu einem gewissen Grad (oft liegen hier aber auch streckenweise Amnesien vor, da das Gehirn die Fahrt zu einem Gesamten zusammenfasst und viele Details, wie bspw. Fahrzeuge, die man überholt hat oder die einem selbst überholt haben unberücksichtigt lässt). Häufig kommt dem Fahrer die Fhart auch viel kürzer vor, als sie eigentlich ist (viele Menschen kennen das, dass die letzten drei Stunden auf der Autobahn "wie automatisch" gelaufen sind und man sich wundert, wie weit man eigentlich schon ist).

Was sagt das nun aus?

Die Ergebnisse der EEG-Messungen zeigen, dass die Fahrer während der Autobahn-Trancephasen wirklich keine Bewusstseinsanzeichen im Gehirn haben, das heißt, sie Träumen auch nicht oder gehen auch keinen anderen Gedanken nach. Erst durch einen Reiz, der den Ablauf unterbricht, also vielleicht ein anspruchsvollerer Streckenabschnitt, ein Stau oder sonst irgendetwas vom ruhigen Verkehrsfluss abweichendes werden sie wieder ins Bewusstsein "zurückgeholt". Das kommt ihnen in diesem Moment auch nicht seltsam vor, denn aus ihrem Erinnerungsspeicher können sie die letzte Zeit (quasi als Video) ja abrufen und sich so problemlos orientieren.

Die Fragen, die sich hier nun stellen sind, wieviel kann das Gehirn denn sonst noch ohne Bewusstsein erledigen? Wie oft ist das Bewusstsein denn überhaupt da? Glauben wir manchmal, bewusst gewesen zu sein, weil wir uns an etwas erinnern können und dabei auch wissen, welche Gefühle und Gedanken wir in diesem Moment hatten, unterliegen dabei aber einem Trugschluss, weil es letzten Endes nur ein Abrufen aus dem Erinnerungsspeicher ist?

Spannende Fragen, spannende Thesen - der neueste Stand der Gehirnforschung ist, dass wir unser Bewusstsein und dessen Entscheidungsvollmachten massiv überschätzen und wir in Wirklichkeit wesentlich stärker "von innen" gesteuert sind als wir das in vielen Fällen wahrhaben möchten.

Ist es vielleicht möglich, dass man ganze Tage oder Wochen ohne Bewusstsein verbringt? Kann es sein, dass das Bewusstsein mit dem Alter nachlässt und man immer automatischer funktioniert? - Ein Hinweis darauf könnte die Veränderung der Zeitwahrnehmung sein - viele Erwachsene sagen, dass die Jahre schneller vorbeigehen zu scheinen als in der Kindheit und dass Sie das Gefühl haben, die Zeit "ziehe förmlich an ihnen vorbei". Könnte es sein, dass das daran liegt, dass immer mehr Aufgaben zur Routine werden und man kein Bewusstsein mehr benötigt, um sie zu erfüllen und dabei perfekt zu funktionieren?

Wenn ein Mensch aufgrund der gigantischen Fähigkeiten des Unterbewusstseins, das sogar Sprache, Gefühle und Entscheidungen steuern kann tagelang in seinem Alltag ohne Bewusstsein funktionieren könnte, könnte es dann auch sein, dass es Menschen gibt, die im Grunde gar kein Bewusstsein in der Form haben, wie man es sich vorstellt und dennoch nicht auffallen, weil ihr Gehirn sie so perfekt steuert, dass sie wenn sie gefragt werden würden sogar mit dem Brustton der Überzeugung davon erzählen würden, wie klar ihr Bewusstsein doch ist und dass der Gedanke, ein Mensch könne ohne Bewusstsein sein sei völliger Quatsch?

Diese Gedanken sind sich zu einem gewissen Grad provokativ und ich könnte mir auch gut vorstellen, dass der eine oder andere bei diesen Ausführungen aufschreit und sagt "Das kann doch gar nicht sein. Das würde doch gar nicht funktionieren!!"... Doch. Kann es. Denn die meisten Tiere (auch höhere Säugetiere) besitzen gar keine Funktion im Gehirn, die mit der Funktion unseres Bewusstseins vergleichbar wäre und Leben trotzdem ein voll funktionsfähiges und inhaltsreiches Leben.

Werden wir noch ein bißchen provokativer:

Kann man wirklich ableiten, dass das Bewusstsein bei allen Menschen gleich ist, nur weil sie sprachlich in etwas das selbe von ihrer persönlichen Wahrnehmung von Bewusstsein berichten? Wir können uns dabei nur auf Beobachtungen verlassen und niemals selbst überprüfen, welche Wahrnehmung unser Gegenüber hat. Vielleicht ist ja der Leser, der gerade diese Zeilen liest das einzige bewusste Wesen auf der Welt überhaupt. Vielleicht bin ja nicht einmal ich als Autor dieser Zeilen bewusst und funktioniere nur, weil mich bestimmte Reize von außen in die Position gebracht haben, in der ich bin und weil bestimmte Reize in meinem inneren diese Gedankengänge und Verarbeitungsprozesse auslösen, die dazu führen, dass ich hier gerade schreibe, was ich schreibe...

Denken Sie ruhig einmal darüber nach. Aber Vorsicht, denn solche Gedankengänge machen erstens schnell süchtig und könnten zweitens dazu führen, dass die persönliche Einstellung zu sich selbst und zur Umwelt sich maßgeblich verändert. :-)

Viel Spaß auf dieser philosophischen Entdeckungsreise!

(Quelle: TherMedius Institut)

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